Wärme für den Schulcampus / Entscheidung erst nach Schwimmbad-Sanierung / Übergangsweise bleibt Gasheizung in Betrieb
Die Entscheidung, wie der Schulcampus Türkenfeld zukünftig beheizt werden soll, ist eine weitreichende, die auf Jahrzehnte hinaus tragfähig sein muss. Zum Schulcampus gehören neben dem Schulgebäude die Turnhalle, die Schönbergaula und das Schwimmbad, das als „Wärme-Großabnehmer“ besonders ins Gewicht fällt. Wie hoch dessen Wärmebedarf künftig sein wird, lässt sich jedoch erst nach Abschluss der Sanierung belastbar beziffern.
Vorerst bleibt die vorhandene Gasheizung in Betrieb. Die beiden groß dimensionierten Gaskessel sind in einem guten Zustand. Der aktuelle Gasliefervertrag der Gemeinde bietet günstige Konditionen und läuft noch bis Ende 2028. Nach Einbindung von Experten der in der Region anerkannten Lena Service GmbH und Diskussionen im Arbeitskreis Energie hat sich die Gemeinde für diese Option entschieden.
Die Rahmenbedingungen sind günstig. Das Schulgebäude wurde in den Jahren 2009/2010 saniert und ist in einem energetisch guten Zustand. Schule und Turnhalle werden über die zentral angelegte Wärmeversorgung beheizt und sind über eine Nahwärmeleitung verbunden. In der Turnhalle unterstützt eine Wärmepumpe.
Im Zuge der Schwimmbadsanierung wird größtmöglicher Wert auf einen energiesparenden Betrieb gelegt. Die Wärmeversorgung soll so effizient wie möglich gestaltet werden, unter anderem durch direkte Wärmerückgewinnung. Zudem verfügen alle Dächer des Schulcampus‘ über PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 130 kWp. An Speicherkapazitäten sind 72 kWh installiert.
Unabhängig vom Thema Heizung sollen sämtliche Optimierungspotentiale maximal genutzt werden. Die Verwaltung wird Maßnahmenvorschläge erarbeiten, Fördermöglichkeiten prüfen und dem Gemeinderat zur Entscheidung vorlegen. Die Schwimmbad-Sanierung soll energetisch Maßstäbe setzen und dabei auf Elemente wie Energie-Rückgewinnung sowie die Nutzung von PV-Strom-Überschüssen setzen. Gleichzeitig soll die Sanierung technisch so angelegt werden, dass später unterschiedliche Wärmequellen genutzt werden können, damit die Gemeinde flexibel auf sich wandelnde politische und technologische Rahmenbedingungen reagieren kann.