Umbau Linsenmann-Innenhof / Barrierefreier Zugang und mehr Aufenthaltsqualität
Der Innenhof auf der Nordseite des Linsenmannhauses soll barrierefrei umgebaut und verschönert werden. Geplant ist, die Arbeiten im kommenden Jahr durchzuführen.
In seiner jetzigen Form entspricht der Linsenmannhof weder gestalterisch noch baulich den heutigen Anforderungen. Der Pflasterbelag weist viele Schadstellen auf, stellenweise sackt der Hof ab. Vor allem aber fehlt ein barrierefreier Zugang von der Moorenweiser Straße.
Deshalb ist geplant, zusätzlich zu den Treppenstufen eine knapp 16 Meter lange Rampe zu errichten. Der Hof erhält ein neues Pflaster aus Betonstein. Die Fahrradstellplätze wandern aus der Hofmitte, wo sie eher störend wirken, in den nördlichen Randbereich.
Der nicht mehr funktionstüchtige Zierbrunnen wird durch einen neuen Brunnen ersetzt. Geplant ist ein nahezu ebenerdiges, rundes Becken mit einem Durchmesser von etwa zwei Metern und einem zentralen Quellstein. Der bereits 2024 installierte Trinkwasserbrunnen wird in die Anlage integriert.
Ziel der Baumaßnahme ist auch eine Erhöhung der Aufenthaltsqualität an diesem zentralen Platz. Im Umfeld des Brunnens sind zwei Sitzgelegenheiten aus Natursteinblöcken mit Holzauflagen vorgesehen. Ein saisonal nutzbares Sonnensegel wird künftig in den Sommermonaten Schatten spenden.
Der vorhandene Baum im östlichen Bereich soll erhalten bleiben und während der Baumaßnahmen besonders geschützt werden. Außerdem ist geplant, Wildblumenflächen, neue Gehölzpflanzungen und eine Rotbuchenhecke anzulegen.
Die Planung wurde im Gemeinderat und in der Teilnehmergemeinschaft II der Dorfentwicklung ausführlich behandelt. Die Maßnahme wird die vermutlich letzte größere Einzelmaßnahme im Rahmen der Dorfentwicklung sein. Noch einmal profitiert die Gemeinde von der Förderung durch das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE), das von den erwarteten Baukosten in Höhe von 150.000 Euro voraussichtlich die Hälfte übernehmen wird.
Unabhängig davon plant die Gemeinde im Zuge der energetischen Sanierung des Linsenmannhauses den Einbau einer Wärmepumpe. Für die Verlegung der neuen Heizungsleitungen muss der Hof ohnehin geöffnet werden. Eine Kombination der beiden Baumaßnahmen ist daher aus technischer und wirtschaftlicher Sicht sinnvoll.
Das südliche, westliche und östliche Umfeld des Linsenmannhauses wurde bereits im Zusammenhang mit dem ersten Bauabschnitt der Bahnhofstraße neugestaltet. Mit dem Umbau der nördlichen Hoffläche ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild, das den Ortskern zusätzlich aufwertet.